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NEWS

Monday
Oct072013

Dernieren für die Grossen und für mich eine Premiere

07/10/13 Nach dem ich am zweitletzten Weltcup-Lauf der Saison nur als Zuschauerin zum Einsatz kam (siehe letzter Bericht), freute ich mich umso mehr auf den Finallauf, den Sprint in Baden.

Ich wollte die geschonten Beine auspacken und mit einem stabilen Lauf die internationale Saison abschliessen. Klar hatte ich mich auf die möglichen Aufgaben in der Altstadt von Baden vorbereitet und entscheidende Ecken besichtigt, denn dies war für diesen Lauf erlaubt. Ich hätte aber nicht gedacht, dass es mir so leicht fallen wird, die richtigen Entscheidungen zu treffen und im richtigen Moment in die richtige Gasse einzubiegen. Bei der Zielpassage hörte ich dann vom Speaker, dass ich mit der aktuell drittbesten Zeit unterwegs bin und das gab natürlich zusätzliche Motivation. Im letzten Anstieg vom Limmatufer hoch in die Stadt liess ich die Beine laufen, so schnell es ging und bis ich nicht mehr so genau wusste, was ich eigentlich mache. Zum Glück hatte es aber im Kopf noch einige Reserve-Sauerstoffteilchen, sodass ich die letzten Posten ohne Fehler fand und mich ins Ziel retten konnte. Auf die Abschnittsbestzeit zu Posten 16 bin ich doch besonders stolz.

-> Karte

-> Resultate, GPS und Internet TV

 

Foto: Remy Steinegger

 

Für den guten Lauf wurde ich mit einer Premiere belohnt: Ich schaffte es zum ersten Mal unter die besten sechs Läuferinnen an einem Weltcup-Anlass. Darüber freute ich mich natürlich sehr und besonders schön war, diesen Erfolg zuhause mit heimischem Publikum feiern zu können!

Während ich meine Premiere genoss, konnte ich hautnah die bewegenden Momente der Athleten miterleben, die am Sonntag ihre internationale OL-Karriere beendeten.

          

Foto: Internet TV

Sunday
Sep222013

Fehler im Multipack

22/09/13 Nicht nur bei der Abstimmung ging es heute um die Wurst, auch ich hätte mir einiges erkämpfen können. Der Wettkampf in der Blasenflue galt nämlich nicht nur als Mitteldistanz-Schweizermeisterschaft, er war gleichzeitig ein Wertungslauf der Swiss Elite League und man konnte sich Worldranking Punkte holen. Was mich aber wohl am meisten belastete und unter Druck setzte, war die Selektion für den zweitletzten Weltcup-Lauf vom übernächsten Wochenende in Baden. Das Schweizer Team wird dafür nämlich einzig und allein auf Grund der Resultate des heutigen Laufes selektioniert, mit der Ausnahme von einzelnen Vorselektionierten. Bei den Frauen wurde nur Simone vorselektioniert, wir konnten also noch ganze acht Startplätze unter einander ausmachen und da wollte ich natürlich mitmischen. Doch meine Leistung heute war einfach zum Davonlaufen. Ich brachte es nicht fertig, das Gedankenkarussell in meinem Kopf zu stoppen und mich halbwegs auf den OL zu konzentrieren, auch wenn sämtliche Alarmsignale blinkten. Die Nervosität, die sich vor dem Start aufbaute liess auch nicht im Wald nach und die Beine blieben so richtig „gummig“ und ungeschickt. So landete ich buchstäblich und auch im übertragenen Sinn auf der Nase.

So viel dazu.

Wie es jetzt weiter geht (erstaunlicher Weise geht es doch weiter;)):  

-          23.-30. September: Stützpunkttrainingslager in Italien mit Wettkämpfen in Lavarone (ähnliches Gelände wie WM-Langdistanz 2014)

-          4. Oktober: Sprintsstaffel in Baden

-          5. Oktober: Zuschauerin Weltcup-Mitteldistanz

-          6. Oktober: Weltcup-Final Sprint in Baden (sofern ich zu den top 40 der anwesenden Läuferinnen gehöre)

Monday
Sep092013

Bronze und zwei Kilo Trockenfrüchte 

09/09/13 So zufrieden wie nach diesem OL-Wochenende im Jura war ich schon lange nicht mehr. Die nationale Herbstsaison ist im vollen Gange und bot bereits einige spannende Wettkämpfe in verschiedensten Teilen der Schweiz. Bis anhin musste ich mich jedoch mit dem Platz neben dem Podest oder den Preisrängen zufrieden geben. Dies hat sich aber bereits am Samstag geändert.

Am Sprint im Städtchen Colombier habe ich gezeigt, dass ich in dieser Disziplin stark laufen kann, eroberte den vierten Platz und somit eine gut gefüllte Nectaflor-Tasche (mit unter anderem 2kg Trockenfrüchten). Nach einem schnellen Start an Sevä Howalds Fersen wählte ich zu einigen Posten nicht die beste Route. So verlor ich etwas Zeit, die ich dann aber auf den läuferischen Strecken gegen den Schluss der Bahn und nicht zuletzt mit einer guten Route zum 18. Posten wieder wettmachen konnte. Diese Bestätigung der physischen Form liess mich in der Nacht auf den Sonntag ruhig schlafen.

> Karte Sprint

> Rangliste

Die Vorfreude wuchs parallel zur Nervosität. Am Sonntag ging es dann nämlich so richtig um Ruhm und Ehre an der Schweizermeisterschaft im Langdistanz-OL. Ein spannendes Jura-Gelände wartete auf uns. Ich startete sicher ins Rennen und konnte von Anfang an die Punkte umsetzen, die ich mir vorgenommen habe. Es war mir wichtig, wirklich immer einen Plan zu haben und diesen Schritt für Schritt umzusetzen. In diesem Gelände passierte es mir nämlich schon mehrmals, dass ich den Faden verloren habe und mehrere Minuten in den Sand setzte. Ich versuchte also, aus meinen alten Fehlern klug zu werden und es gelang mir wirklich, fast immer die Kontrolle zu behalten. Meine zweite Devise, auf die Wege auszuweichen, lohnte sich ebenfalls. Einerseits konnte ich so Kraft sparen und andererseits kam ich sicher ans Ziel beziehungsweise zum nächsten Posten. Auch wenn meine Laufzeit (1h 08min) für eine Langdistanz eher kurz war, hätte ich nach der Ziellinie keinen Schritt mehr machen wollen. Ich war so richtig, richtig müde (und glücklich!). Bis aufs Podest schaffte ich es dann aber doch noch und ich war stolz, mir die bronzene Medaille umhängen zulassen. Meine mittlere Schwester Lilly schnappte sich übrigens den Sieg bei den Juniorinnen und holte so den Titel nach einem Jahr Unterbruch wieder in unsere Familie zurück.

> Karten Langdistanz Ostteil und Westteil

> Rangliste

(Foto S. Furter)

Morgen schlüpfe ich für sechs Stunden in die Lehrerinnen-Rolle und bereits am Mittwoch fahren wir los ins Trainingslager in Asiago (Italien). Dieses Mal kann ich die Wälder hoffentlich ohne Schnee geniessen…