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NEWS

Sunday
Apr232017

keep a positive attitude

2017/04/23

Bereits die Wetterprognosen waren vielversprechend: 1° und Schneefall, wenn’s gut kommt 4° und bewölkt.
Ich wusste, in der lettischen Luft ist der Frühling noch nicht angekommen und auch in Estland ist man noch deutlich näher bei «Pulver gut» als Badetemperaturen.
Schweren Herzens verabschiedete ich mich also von der warmen Schweiz und reiste mit dem Nationalkader nach Riga.

Bereits der erste Trainingstag brachte weisse Flocken, ein unerwartetes und nicht besonders erwünschtes Geburtstagsgeschenk.

Ich packte neben den Sumpfsocken und den warmen Handschuhen auch die guten Motivationssprüche aus. OL findet draussen statt. Stimmt! - Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleider. Stimmt meistens. – Im Dezember hättest du dich über so viel Schnee gefreut. Stimmt definitiv! – Wenn’s weiss ist, ist es wenigstens nicht grün. Allerdings!

Wir waren alle positiv überrascht, wie schön das Gelände war. Viele Abschnitte erinnerten an skandinavische Wälder, die Sümpfe waren gar nicht so schlimm und das Relief teilweise wirklich spannend und herausfordernd. Die wichtigsten Voraussetzungen für lehrreiche Trainings waren also gegeben, es kam nur noch auf meine Einstellung an.

Ich startete bei frostigen Temperaturen zum ersten Training. Die Füsse waren bereits nach 50m kalt und die Finger schafften es auch nicht warm bis zum ersten Posten. Meine Gedanken drehten sich laufend um die ungemütliche Wetterlage und wie ich wohl durch die Sümpfe später auf der Bahn kommen soll. Oder sollte ich doch besser eine lange Umlaufroute in Kauf nehmen?
So dümpelte ich vor mich hin, bis es zum Glück beim 3. Posten «klick» machte.
Will ich mich nun ernsthaft eine Woche lang mit so spannenden Dingen wie Handschuhdicke und Schneehöhe beschäftigen? Gottlob kam ich zum Schluss, dass es für mich in den estnischen und lettischen Wäldern wohl Besseres zu tun gibt.

Ich kippte den Schalter auf OL-Modus und es lief!
Jetzt habe ich begriffen, was Francois mit «attitude» meint…

Eine kleine Auswahl an Bildern aus dem Wald (by livemotion) :

 

und ein paar Kartenausschnitte:

Man muss sich das Leben einrichten...
Der Fahrersitz wird zum Starthäuschen und der Physio filmt den Staffelstart.

 

 

Tuesday
Apr042017

Früelig isch wider i de Luft

2017/04/04

Ich finde, Lehrerin ist der beste Beruf, um mit den Jahreszeiten zu leben.
Wer sich mit einer Gruppe 1. Klässlern (diesmal die von meiner PH-Kollegin, ich habe ja schliesslich keine eigene Klasse) auf die Suche nach Frühblühern macht, der wird garantiert viel zu staunen haben.

Und die Kinder hatten nachher viel zu tun: Sie überlegten, malten und hantierten mit der Schere und dem Leimstift, um möglichst viele Blumen herzustellen und das bis sie total erschöpft waren. Bei den ersten trat dieser Zustand nach etwa 23 Minuten ein.

 

Song zum Thema: Früelig isch wider i de Luft von Andrew Bond, hier zum Mitsingen…

Der zweitbeste Beruf für die Jahreszeitbeobachtung ist definitiv OL-Profi. Dass sich der Winter endlich verzogen hat, habe ich gleich mit einer Reihe toller Trainings und Wettkämpfen gefeiert:

 - Rennvelo-Ausfahrt in die Höger um Embrach, Brütten und Bassersdorf

 - Sprintstaffel im Tessin mit meinen mutigen Klubkameraden, die sich auf das Elite-Experiment eingelassen haben

- Jogging auf die Lägern Hochwacht durch den Frühlingswald

- Sprinttraining in Rapperswil mit Start und Ziel an der Seepromenade

Und ein OL-Training in Neuchâtel als Vorbereitung auf den Testlauf im Tête Plumée.
Am Donnerstag geht es nämlich los mit der ersten Testlaufserie! Wie jedes Jahr kribbelt es ein wenig in der Magengegend vor den ersten richtig «ernsten» Wettkämpfen. Doch genau das macht es aus. Ich freue mich auf die Herausforderung und auf spannende Bahnen in Visp, im Petit Risoux und im Tête Plumée!

 

Weg vom Laufband, raus in die Frühlingsluft!

Wednesday
Mar012017

Getting stronger

2017/03/01 Was soll man schreiben, wenn alles schon geschrieben wurde?
Ich war auch in Spanien und es war toll!


Vor der Sprintstaffel konnte sich die ganze Meute zu einem Gruppenbild überzeugen lassen. Team Ananas schon in voller Montur, bereit für die Sprintstaffel, die wir dann leider nicht für uns entscheiden konnten. Aber unser Kopfschmuck war prächtig, oder? Und er hatte sogar System…

 

 Dann gab es da noch ein Training von der Sorte «not just for fun but almost». Der Nacht-Sprint in Caravaca de la Cruz war für mich ein Highlight. Es macht einfach Spass, im Dunkeln durch die Gassen zu laufen, die Beine schnell wie Raketen (Nacht-Effekt ist schon super) und alle Kläffer einfach ignorieren (sind sowieso eingesperrt).

Bilder: Sven Hellmüller

 

 


Zurück zuhause gab es zuerst noch einen letzten Abstecher in den Schnee. Wir drehten ein paar Langlauf-Runden auf der Sellamatt. Auch wenn man sich den flacheren Teil ordentlich verdienen muss, kann ich eine Reise ins Toggenburg nur weiterempfehlen.

Nun stecke ich wieder mittendrin im Trainingsalltag mit Dauerläufen, OL-Trainings, Kraft und Laufschule. Ins Gesamtpaket gehört auch die Zusammenarbeit mit meiner Physiotherapeutin Karin Oss-Eberle von all-in-all.ch. Gestern stellte sie sich sogar in den strömenden Regen, um mich beim Laufen zu filmen. Der volle Einsatz hat sich aber gelohnt. Wir konnten im Vergleich zum November eine deutliche Verbesserung im Laufstil ausmachen. I’m getting stronger!

 

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